Montag, 2. März 2015

[Produkttest] Kärcher Dampfreiniger SC 2.500 C - Wir machen dem Schmutz Druck

Gut einen Monat hatte ich Zeit den Kärcher Dampfreiniger SC 2.500 C, welcher mir von Kärcher zur Verfügung gestellt wurde, zu testen. Als ich meinen Kärcher im GLS-Shop abholte, war ich überrascht wie kompakt das Paket ist, ich hatte mit einem viel größeren Paket gerechnet. Dennoch wurde nicht an Zubehör gespart und der kleine süße Dampfreiniger ist kompakter als erwartet, also beste Voraussetzungen für den Test.
Enthalten waren diverse Aufsätze und zwei Putztücher. Zwar kann die Dampfpistole mit Wahlschalter zur Regelung der Dampfmenge (Maximale Dampfmenge; reduzierte Dampfmenge und Kein Dampf = Kindersicherung) auch ohne Aufsätze genutzt werden, beispielsweise zum Entstauben von Pflanzen oder zum Beseitigen von Gerüchen und Falten aus hängen Kleidungsstücken, doch durch das Zubehör gibt es viele weitere Anwendungsgebiete für den Dampfreiniger. Die Punkstrahldüse bietet sich besonders zur Reinigung schwerzugänglicher Stellen an, wie Fugen, Armaturen, Jalousien, Heizkörper und auch der Toilette. Als Ergänzung zur Punkstrahldüse gibt es die Rundbürste, welche auf die Düse montiert wird und so hartnäckige Verschmutzungen leichter entfernt. Die Handdüse wird mit dem Frotteeüberzug eignet sich besonders für abwaschbare Flächen, wie Fenster, Duschkabine und Herdtür. Als letztes war die Bodendüse mit Bodentuch enthalten, welche für alle abwaschbaren Wand- und Bodenbeläge verwendet werden kann.

TECHNISCHE DATEN
Der Dampfreiniger reinigt ganz ohne Chemie, nur mit Wasserdampf und Druck. Mit einer Heizleistung von 1500 Watt und einem Betriebsdruck von max. 0,32 MPa (= 3,2 Bar) will der Kärcher Dampfreiniger dem Schmutz an den Kragen. Dazu benötigt er eine Aufheizzeit von etwa 6 Minuten und hat beim Dauerdampfen eine Dampfmenge von ca. 40 g/min und beim Dampfstoß max. 100 g/min. In den Wassertank passen 0,8 l und in den Dampfkessel 0,5 l.

 ANWENDUNG
Zunächst habe ich die Handdüse für die Fensterreinigung ausprobieren, da mich diese Aufgabe am Hausputz am Meisten stört. Doch irgendwie hat mich die Anwendung des Dampfreinigers für diese Aufgabe leider nicht wirklich überzeugt. Aufgrund der hohen Kondenswassermenge würden die Fenster hinterher sicherlich nicht von alleine trocknen und so nicht streifenfrei sauber wären. Aus diesem Grund soll hinterher mit einer Gummilippe nachgezogen werden. Ich entschied mich jedoch zunächst mit Küchenpapiertüchern nachzuwischen, um festzustellen, ob noch Schmutz auf den Scheiben war. Wie in dem Bild zu sehen ist, war noch eine Menge Dreck auf der Scheibe, allerdings ist dazu zusagen, dass die Scheibe vorher schon sehr verdreckt war, da ich in der Klausurphase nicht zum Fenster putzen gekommen bin und auch davor einfach keine Lust hatte. Zwar war die eigentliche Anwendung einfach, aber für unsere kleinen Fenster keine Zeitersparnis, da die Nutzung des Dampfreinigers nicht als einziger Reinigungsschritt ausreicht. Außerdem ist bei uns der Nachteil, dass das Bett bei geöffnetem Fenster genau darunter liegt und so das heruntertropfende schmutzige Kondenswasser genau darauf landet, was nicht sonderlich praktisch ist. Bei meiner Mutter hingegen lohnt sich der Kärcher schon mehr, da sie riesige Fensterfronten hat. Umso größer war für sie die Freude, dass ich den Kärcher auch bei ihr testen wollte, denn so konnte ich ihr ein wenig Arbeit abnehmen. Das größte Fenster im Wohnzimmer hatte sie zwar schon selbst geputzt, aber ich durfte mich am Fenster im Esszimmer austoben. Allerdings hat sie die Anwendung nicht wirklich zur Fensterreinigung überzeugt, so dass sie wohl auch bei ihrer alten Methode bleiben wird; das gleiche gilt auch für die Glasduschkabinen.
Beim Putzen der Dusche, habe ich auch die Amaturen gereinigt. Dazu habe ich die Punktstrahldüse mit dem Bürstenaufsatz verwendet. Ich war erstaunt wie gut das funktionierte, denn auch hartnäckiger Schmutz wurde beseitigt. Für schwer zugänglichere Stellen habe ich den Bürstenaufsatz abgenommen und nur mit der Düse die Fugen und kleine Ecken geputzt. Auch das funktionierte bestens und auch diese nervigen Stellen, die ich sonst immer mit einer alten Zahnbürste bewaffnet versucht habe zu reinigen, waren wunderbar leicht und schnell sauber. Bei sehr hatnäckigem Kalk oder ähnlichem kann man vorher auch Zitronensäure, Essig, etc. auf die entsprechenden Stellen träufeln und anschließend mit dem Dampfreiniger säubern.

Die besten Ergebnisse erzielt der Kärcher allerdings bei der Bodenreinigung; da war auch meine Mutter völlig begeistert, so dass ich wohl meinen Kärcher in nächster Zeit erstmal nicht wieder bekomme. ;) Die Bodendüse hat zwei Halteklammern, zwischen die das Bodentuch gefaltet (und eigentlich jeder Lappen) geklemmt werden kann. Schon ist der Kärcher für die Bodenreinigung gewappnet. Und tatsächlich, ohne jegliche Chemie wurde alles streifenfrei sauber. Durch die hohen Temperaturen kann ich mir auch tatsächlich vorstellen, dass die meisten Bakterien getötet werden. Einfach wundervoll. Ausprobiert habe ich den Kärcher auf verschiedenen Bodenbelägen - bei mir zu Hause auf Laminat und auf Fliesen; bei meiner Mutter auf Fliesen, Steinboden, Parkett und Mamorfliesen. Bei allen Belägen hat der Dampfreiniger ganze Arbeit geleistet und auch die hohen Temperaturen haben dem Parkett nichts ausgemacht. Während der Nutzung kann das Tuch insgesamt viermal gewendet werden, so dass bei größeren Flächen der Lappen nicht sofort ausgewaschen werden musst. Nach der Nutzung bietet der Dampfreiniger einige Verstauungsmöglichkeiten für das Zubehör, die Bodendüse kann mit Hilfe eines Hakens hinten eingehakt werden, die anderen Düsen und die Verlängerungsrohre haben zwei große und zwei kleine Halterungen zur Verfügung. Für das Kabel gibt es hinten ein Fach, in welches ich auch die Tücher gelegt habe (siehe Bild oben, technische Daten).

FAZIT
Zwar konnte mich der Dampfreiniger von Kärcher nicht beim Fensterputzen überzeugen, aber dafür ist er bei der Bodenreinigung einfach unschlagbar. Es geht wirklich viel schneller von der Hand und reinigt wirklich sehr gut, ganz ohne Chemie. Gerade bei der Nutzung in kleinen Räumen, wie dem Badezimmer, ist mir aufgefallen, dass der Geruch irgendwie unangenehm ist. Vielleicht liegt das an den hohen Temperaturen und dem Plastik? Auf jeden Fall reinigt er super auf großen Flächen, aber auch schwererreichbare Stellen werden ohne viel Aufwand sauber.
 Vielen Dank an Kärcher für den tollen Test. 


4 Kommentare:

  1. Wir haben von der Firma einen Kärcher für den Außenbereich. Ist schon 10 Jahre alt und funktioniert immer noch. Der Hersteller liefert wirklich Qualität :-) LG Romy

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    1. Für die Terrasse haben wir auch noch einen Hochdruckreiniger zu Hause. Nach der Nutzung bin ich immer wieder überrascht wie sauber die Steinplatten sein können. Ich bin auch total überzeugt von Kärcher und war aus diesem Grund besonders froh, dass ich bei diesem Test dabei sein durfte. :)

      LG,
      Patty

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  2. Liebe Patty,

    vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht über deine Erfahrung mit Kärcher. Ich habe bis jetzt oftmals gehört, dass Kärcher wirklich ein der besten Hersteller von Staubsaugern ist, dennoch habe ich noch nie so einen interessanten Produkttest gesehen. Nach dem Lesen bin ich von der Wirkung absolut überzeugt!

    Was ich von vielen Freundinnen höre, ist, dass sie viele unterschiedliche Produkte und Staubsauger probieren und oft unzufrieden mit dem Resultat sind oder sogar ihren Parkettboden beschädigen. Davor wurden sie von ihren Parkettherstellern nicht gewarnt. Ich, im Gegenteil, habe sehr gute Tipps von unserem Parketthersteller rudda bekommen, wie z.B. Kunststoffgleiter bei Möbeln verwenden und feinen Schmutz mit nebelfeuchtem Lappen aufwischen usw. Bezüglich Staubsauger Firmen konnten sie mir nichts Genaues empfehlen, da oftmals die Wirkung sehr viel von dem Modell des Staubsaugers als von der Firma selbst anhängig ist.

    Ich werde mir nun ernst überlegen, ob ich mir vielleicht dieses Modell von Kärcher zulegen soll.

    Liebe Grüße,
    Irina

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    1. Liebe Irina,

      vielen lieben Dank für deinen netten Kommentar.

      Kärcher bietet wirklich gute Produkte mit einer tollen Qualität. Und den Dampfreiniger aus meinem Test kann ich wirklich nur empfehlen, denn dieser reinigt Hartböden, sowie Teppiche und Polster schonend und gründlich. Allerdings handelt es sich nicht, wie von dir erwähnt, um einen Staubsauger. Der Dreck wird weggewischt, aber nicht vom Gerät eingesaugt. Durch den Dampf wird der Schmutz schonend von den Flächen gelöst und bleibt an den Lappen haften. Allerdings habe ich selbst das Gerät nur auf Hartböden (Parkett, Laminat und Fliesen) ausprobiert und NICHT auf Teppichböden. Mein Sofa habe ich ebenfalls damit von Flecken befreit. Kann es in dieser Hinsicht also auf jeden Fall empfehlen.

      Wenn du fragen zum Gerät hast, kannst du dich gerne nochmal melden. :)

      Beste Grüße und viel Erfolg bei deiner Wahl
      Patty

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